"Es gibt wenig Frauen, die über Obdachlosigkeit reden. Ich bin eine davon."
Ein Audiointerview von Patrick Sieber
Dauer: 25 min.
14.11.2025
Sandra wächst am Rand der Gesellschaft auf. Knapp ein Monat alt landet Sandra im Pflegesystem, wird später vom leiblichen Vater zurückgeholt – und erlebt zuhause Gewalt. Mit zehn Jahren läuft sie davon. Zum ersten Mal ist sie obdachlos.
Auch die Begegnung mit ihrer Mutter im Alter von 12 bringt wenig Sicherheit. Nach einem Streit verlässt sie mit 17 erneut ihr zuhause und lebt wieder auf der Straße. Es folgen eine Lehre bei „Meinl am Graben“, die Gründung einer Familie, aber auch immer wieder Phasen ohne eigene Wohnung.
Heute ist Sandra 56 Jahre alt, lebt mit ihrer Hündin „Rose“ in einer eigenen Wohnung und führt Menschen durch Wien, um von ihrem Leben auf der Straße zu erzählen. Patrick Sieber hat sie zuhause besucht.
Im Interview spricht sie darüber, wie es ist, als Frau obdachlos zu sein und wie schnell man selbst in eine solche Situation geraten kann.
"Es kann so schnell passieren. Man wird krank. Man wird chronisch krank. Da geht's bam, bam, bam - und dann liegst du am Boden."
Sandra
darüber, dass Obdachlosigkeit jede/n treffen kann.