Alexandra Sygmund im Hospiz Verena in der CS Caritas Socialis Pramergasse
Alexandra Sygmund, Leiterin des Hospizes “Verena” der CS Caritas Socialis, am Gang des CS Pflegezentrums Pramergasse. © Sanna Hätönen

#hospiz

“Ich bin keine Sterbeschwester”

Ein Interview von Sanna Hätönen

Dauer: 11 min. 

14.01.2026

Als Gesellschaft haben wir ein falsches Bild vom Hospiz, erzählt Alexandra Sygmund, Leiterin des Hospizes “Verena” der CS Caritas Socialis im Gespräch mit Grenzgänge. Denn es geht um mehr als nur die Grenze zwischen Leben und Tod.

Grenzgänge: Erinnerst du dich noch an die erste Person, die du im Hospiz betreut hast?

Sygmund: Sehr gut sogar. Das war eine Dame, die eine Sterbeverfügung (Anm., eine Erlaubnis zum assistierten Suizid) hatte. Sie hat einen großen Leidensdruck und auch oft darüber gesprochen. Sie hat immer gesagt, sie möchte das bald machen und eigentlich eine der ersten sein, die die Sterbeverfügung in Anspruch nimmt. Da sind dann Sätze gekommen wie “Wieso kann ich nicht sterben?” und “Ich möchte endlich schon sterben.”

Grenzgänge: Wie bist du damit umgegangen?

Sygmund: Während eines Nachtdienstes habe ich sie einfach mal gefragt: “Ich habe das Gefühl, sie können noch nicht sterben. Was braucht es, dass Sie sterben können?” Und dann hat sie mir erzählt, dass sie seit 30 Jahren einen Liebhaber hat, der eigentlich verheiratet ist, von dem sie sich nicht verabschieden konnte, bevor sie ins stationäre Hospiz gekommen ist. Bei ihm Zuhause hat sie aus Respekt gegenüber seiner Gattin nicht angerufen. Ich habe mich dann mit ihrer Zustimmung an die Kollegin vom Tagdienst gewendet, und gemeinsam haben wir mit dem Herrn Kontakt aufgenommen. Er konnte sich dann von ihr verabschieden und sie konnte dann auch gehen.

Grenzgänge: Wie hast du es geschafft, dass dir das präsente Thema ‘Sterben’ nicht zu nahe geht?

Sygmund: Durch den Austausch mit Kolleg*innen. Weniger bei Dienstübergaben, sondern im informellen Rahmen, wenn man einen Kaffee trinkt oder eine Zigarette raucht. Da kommt man viel leichter in solche Gespräche, und von den Kolleg*innen kommen dann auch Vorschläge und neue Perspektiven. Der persönliche Austausch hilft extrem, auch in der Leitungsposition.

Grenzgänge: Wie nahe darf man Menschen kommen, die sterben?

Sygmund: So nahe, wie es derjenige zulässt, und so nahe, dass man nicht die eigenen Grenzen überschreitet. Es muss eine Balance sein, ganz wie es in unserem Konzept der Mäeutik steht. Es ist eine Wechselwirkung zwischen Bewohner*innen und dem Personal. Da geht es nicht nur um das Wohlbefinden der Bewohner*innen, sondern auch um das eigene Wohlbefinden. Nur so kann man gute und kontinuierliche Arbeit leisten, ohne dass man ausbrennt.

Mäeutik

ist ein Pflegemodell nach sokratischer Methodik und wird auch “Hebammenkunst” genannt. Hier steht der Mensch – sowohl der Hospizgast als auch die Pflegeperson – im Mittelpunkt mit seinen Erlebnissen und Beziehungen. Pflegepersonen fühlen sich dabei in die Lebenswelt der Bewohner*innen ein und lernen ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und sie in die individuelle Pflege mit einzubeziehen.

Grenzgänge: Gibt es Fälle, wo die Nähe eine Grenzüberschreitung ist?

Sygmund: Jein. Ich hatte vielleicht mit einer Bewohnerin, Brigitte, eine Grenzüberschreitung, aber in einem sehr positiven Setting. Sie hat immer viel Stärke und Wärme gezeigt und es dadurch geschafft, eine Art Beziehung zu jedem aufzubauen, egal ob Personal oder Angehörige. Heute habe ich teilweise noch Kontakt mit ihrem Ehemann. Manche würden sagen, es ist nicht professionell, wie ich es handhabe, aber es ist in einem Rahmen, wo es mich nicht belastet, auch nicht, als Brigitte verstorben ist. Das Schreiben auf WhatsApp mit Brigitte damals war eine Art Ritual, das einfach gepasst hat. Ich habe ihr beispielsweise Fotos geschickt, wenn ich mal nicht in der Arbeit war, damit sie etwas von der Außenwelt mitbekommt, da hat sie sich einfach gefreut. Andere würden das vermutlich nicht so machen.

Grenzgänge: Was gibt es in der Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen, das dich nicht kalt lässt?

Sygmund: Ich hatte unlängst einen Hospizbewohner, der eine sehr große Wunde hatte und diese plastisch abdecken lassen wollte. Das war mit einem langen Krankenhausbesuch verbunden, wo wir alle unsicher waren, ob er überhaupt überlebt. Aber er hat es doch irgendwie geschafft. Er hat mich, nachdem er aufgewacht ist, angerufen und mir gesagt, dass es ihm gut geht und er sich freut, wenn er wieder Zuhause bei uns im Hospiz ist. Und es gibt ganz viele dieser Augenblicke, die es einfach wert sind, dass man hier arbeitet.

Grenzgänge: Geht einem jeder Tod nahe?

Sygmund: Das klingt jetzt vielleicht sehr gefühllos, aber nein. Das Sterben und der Tod gehören zum Leben dazu. Aber wir haben uns das auch erarbeitet. Früher war es zum Beispiel so, dass die Bestattung gekommen ist und heimlich jemanden abgeholt hat. Oder das andere Extrem, dass sie mit dem Blechsarg gekommen sind, während alle beim Mittagessen gesessen sind, und mit “Mahlzeit” gegrüßt haben, das war nicht gerade sehr sensibel. In solchen Situationen haben wir versucht, eine gewisse Sterbekultur reinzubringen, beispielsweise mit dem Sargtuch, das über den Sarg gelegt wird, wenn ihre Leiche weggebracht wird, damit man den Blechsarg nicht sieht.

Das Sargtuch in der CS Caritas Socialis in der Pramergasse liegt in einer Kiste in einem Schrank bei der Rezeption bereit. Die (ehemaligen) Hospiz-Bewohner*innen haben es selbst bemalt. © Sanna Hätönen
Das Sargtuch in der Caritas Socialis in der Pramergasse liegt in einer Kiste in einem Schrank bei der Rezeption bereit. Die (ehemaligen) Bewohner*innen haben es selbst bemalt. © Sanna Hätönen

Grenzgänge: Wo verläuft für dich persönlich die Grenze zwischen Leben und Tod?

Sygmund: Diese Grenze ist das Sterben, also der Sterbeprozess. Es gibt einen biologischen Tod, wenn das Herz aufhört zu schlagen.

Grenzgänge: Weil du jetzt biologisch sagst, gibt es auch einen anderen Tod?

Sygmund: Das geht in die spirituelle Richtung. Man sagt ja, das Gehör geht zum Schluss. Ich hab auch schon intuitiv, nachdem der biologische Sterbeprozess vorbei war, beispielsweise mit Bewohner*innen gesprochen oder ihre Lieblingsmusik eingeschaltet. Das mache ich teilweise aus dem Bauchgefühl heraus, dafür habe ich auch keine logische Erklärung. Aber ich habe das Gefühl, dass die Menschen dadurch ruhiger wirken.

Grenzgänge: Hat die Arbeit im Hospiz deinen eigenen Zugang zum Leben und Sternen geprägt?

Sygmund: Ich habe mich eigentlich von Anfang an damit auseinandergesetzt, auch schon als ich noch in der Geriatrie war. Ich setze mich durch das Hospiz vielleicht eher mit Krankheiten auseinander, die es gibt. Unsere Bewohner*innen kommen mit onkologischen und neurologischen Erkrankungen, da bin ich etwas hellhöriger geworden, gerade wenn sie in meinem Alter sind.

„Wenn man Hospiz hört, hat man oft diesen Stempel, ‚du bist eine Sterbeschwester, das könnte ich nicht.‘ Nein, man ist keine Sterbeschwester, sondern arbeitet mit kranken Menschen, die sich am Lebensende befinden.“

Alexandra Sygmund

über das Stigma gegenüber Hospizen und deren Mitarbeiter*innen

Grenzgänge: Und dass man das Leben mehr respektiert, in vollen Zügen genießt?

Sygmund: Ich hoffe, das konnte ich vorher schon, aber ja, doch. Ich habe es auch einige Male schon als hilfreich empfunden, im persönlichen Umfeld von meiner Arbeit zu erzählen. Beispielsweise wenn meine Eltern oder Schwiegereltern Probleme geäußert haben, wo ich mir dachte, dass meine Bewohner*innen alles dafür geben würden, solche Probleme zu haben. Da habe ich dann ein paar Mal schon einen Wake-Up-Call gemacht. Das hält zwar nie lange, aber zumindest in dieser Schrecksekunde schon.

Grenzgänge: Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Sygmund: Ich glaube schon, dass es in irgendeiner angenehmeren Form weitergeht, einfach weil ich daran glauben möchte. Also weniger an das Ins-Licht-Gehen, sondern an etwas, das tröstend für einen sein kann.

Grenzgänge: Was beschäftigt die Menschen am Ende ihres Lebens?

Sygmund: Auch das ist verschieden. Es gibt Angehörige, die beschäftigt, was sie noch für die erkrankte Person tun können. Die Bewohner hingegen sind in dieser terminalen Phase meistens schon in sich gekehrt, wo der verbale Kontakt gar nicht mehr möglich ist. Die Gespräche während des Lebens sind meiner Meinung nach viel wichtiger. Meine Erfahrung ist es auch, dass im stationären Hospiz nicht viel über das Sterben gesprochen wird, sondern da wird gelebt.

Grenzgänge: Wie sieht es dann mit der Versorgung der Bewohner*innen aus?

Sygmund: Natürlich geht es auch um die Behandlung von Symptomen. Aber hier geht es vielmehr um die Alltagsgestaltung, immerhin leben sie ja hier. Aber man spricht nicht täglich über das eigene Sterben.

Grenzgänge: Man könnte also sagen, die Bewohner*innen wirken durchaus schon abgeklärt bezüglich der Gewissheit ihres Todes?

Sygmund: Es wird nicht jeden Tag darüber gesprochen, aber sie sind aufgeklärt. Müssen sie ja auch sein, denn das ist eine Grundbedingung, um im Hospiz aufgenommen zu werden.

Hospiz-Leitung Alexandra Sygmund im Portrait
Alexandra Sygmund © Picture people Fotostudio (SCS)

Zu Alexandra Sygmund

Alexandra Sygmund leitet seit 2023 das „Hospiz Verena Buben” der Caritas Socialis, das vor vier Jahren eröffnet wurde, und einen Wohnbereich des CS Pflegezentrums Pramergasse im neunten Wiener Gemeindebezirk. Ursprünglich begann ihre Karriere 2002 als Heimhelferin in der Geriatrischen Abteilung, 2004 machte sie die Pflegeassistent*innen-Ausbildung und 2007 begann sie schließlich eine Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege mit palliativen Ausbildungen.

Grenzgänge: Wie einfach oder schwer ist es, mit den Angehörigen über den nahenden Tod zu reden?

Sygmund: Man wird von dem Personal darauf vorbereitet. Und die Angehörigen bekommen es in der Regel auch selbst mit. Aber das heißt trotzdem nicht, dass der Abschied dadurch leichter fällt. Wir versuchen ihnen so gut es geht hier zur Seite zu stehen, beispielsweise mit Psycholog*innen, aber sie können auch jederzeit hier sein oder auch bei den Bewohner*innen übernachten, um bei ihnen zu sein.

Grenzgänge: Wenn es ums Sterben geht, wo kann man da für sich emotionale Grenzen ziehen?

Sygmund: Anfangs war es schwieriger für mich, weil ich ja keine Erfahrungen mit der Hospizarbeit hatte. Da musste ich noch reinwachsen. Gerade zu Beginn hatten wir viele Todesfälle, wo ich schon die Befürchtung hatte, wenn das bleibt, was macht das mit mir? Aber das hat sich stabilisiert beziehungsweise gewöhnt man sich daran. Wenn mir ein Tod doch mal zu nahe geht, spreche ich mit Kolleg*innen oder meinem persönlichen Umfeld drüber, so ein bisschen “Auskotzen” braucht dann jeder einmal.

Grenzgänge: Warum tun wir uns als Gesellschaft so schwer damit, offen mit dem Sterben umzugehen?

Sygmund: Weil wir als Menschen nicht wissen, wie sich das anfühlt. Es trifft jeden von uns, das wissen wir, aber diese Ungewissheit oder auch Angst vor den Schmerzen beim Sterben ist groß, größer als vor dem Tod. Der Tod kann eine Erlösung sein, aber das Sterben, wo man im Bett liegt, möglicherweise keine Kontrolle mehr über den eigenen Körper hat, das bringt die Leute dazu, nicht über den Tod oder das Sterben zu sprechen.

Grenzgänge: Wir können wir als Gesellschaft dafür sorgen, dieses Tabu aufzubrechen?

Sygmund: Wenn ich dafür eine Antwort hätte, würde ich wahrscheinlich einen Nobelpreis bekommen. Die Frage kann man nicht eindeutig beantworten, weil das sehr individuell ist. Dafür gibt es kein Patentrezept. Aber die Öffentlichkeitsarbeit ist sicher sehr wichtig, um dafür zu sorgen, dass es kein Tabuthema bleibt.

Grenzgänge: Gibt es Momente, in denen das würdige Sterben an strukturelle oder finanzielle Grenzen stößt?

Sygmund: Bei uns im Haus nicht, nein. Man kann auch hoch verschuldet gut sterben, da gibt es keine Grenzen. Gerade mit dem breitgefächerten Repertoire an Berufsgruppen können wir das sehr gut steuern und die Leute gut aufklären. Wie es privat ist, weiß ich nicht.

Grenzgänge: Wie erlebst du die Grenze zwischen Alles-Medizinisch-Mögliche-Tun und Loslassen, weil es die menschlichere Entscheidung ist?

Sygmund: Es gibt Grenzen, da entscheidet eher die Medizin. Deswegen ist der Vorsorge-Dialog so wichtig. Da erklären wir Menschen aus medizinischer Sicht, welchen Nutzen es hat, wenn sie beispielsweise reanimiert werden, und was sie dann erwartet. Da sind wir ganz realistisch mit den Bewohner*innen. Aber natürlich respektieren wir genauso, wenn jemand darauf beharrt, trotzdem reanimiert werden zu wollen, zumindest bis zu einer gewissen Grenze. Irgendwann entscheidet auch der Arzt, wie das gemacht wird.

Vorsorge-Dialog

ist ein Prozess, in dem festgehalten wird, was die Bewohner*innen möchten. Die Wünsche und Bedürfnisse werden kontinuierlich überprüft. Da geht es beispielsweise darum, ob die Bewohner*innen reanimiert werden möchten, ob Krankenhauseinweisungen bei Krankheit erfolgen sollen oder welche Art von Ernährung die Bewohner*innen erhalten sollen. Aber auch, wie sich die Bewohner*innen ihr eigenes Sterben vorstellen. Dies soll Sicherheit garantieren, sowohl für die Bewohner*innen als auch die Mitarbeiter*innen des Hospizes.

Grenzgänge: Fühlt man sich dann trotzdem manchmal hilflos, wenn ein*e Bewohner*in dem Tod nahe ist?

Sygmund: Nein, ich erlebe das nicht als Hilflosigkeit. Das ist ein Prozess, der eigentlich schon am Anfang mit dem Vorsorge-Dialog transparent gemacht wird. Das ist vielleicht auch ein Werkzeug, um den Tabubruch zu forcieren. 

Grenzgänge: Die Arbeit im Hospiz wirkt nervenaufreibend. Kann jeder diese Arbeit machen?

Sygmund: Das ist vielleicht genau das falsche Bild. Wenn man Hospiz hört, hat man oft diesen Stempel, “du bist eine Sterbeschwester, das könnte ich nicht.” Nein, man ist keine Sterbeschwester, sondern arbeitet mit kranken Menschen, die sich am Lebensende befinden. Das heißt aber nicht, dass man Händchen haltend wartet, bis sie sterben, ganz im Gegenteil. Man entscheidet sich ja noch zu leben. Und arbeiten kann sicher nicht jeder in diesem Beruf, was nichts heißen soll, denn ich könnte zum Beispiel auch nicht mit Kindern zusammenarbeiten. Man muss sich einfach bewusst für den Beruf entscheiden.

Grenzgänge: Was braucht man, um deinen Beruf auszuführen?

Sygmund: Es braucht ein schönes, großes Maß an Wertschätzung, nämlich allen Menschen gegenüber, mit denen man zu tun hat. Man muss jedem auf Augenhöhe begegnen, um ein Vertrauensverhältnis zu schaffen. Einfühlungsvermögen braucht es sowieso. Man muss auch seine eigenen Fehler zugeben können, um daran zu arbeiten.

Grenzgänge: Gibt es auch schöne Momente in der Arbeit?

Sygmund: Es gibt viele schöne Momente. Sei es jetzt eine Beziehung, eine Bewohnerin, die extra nach der Weihnachtsfeier noch zu einem Vortrag von mir gekommen ist, um sich meine Rede anzuhören, weil sie es versprochen hat. Es sind solche Kleinigkeiten, die positiv in Erinnerung bleiben.

Grenzgänge: Ist die Arbeit also weniger bedrückend und eher bereichernd?

Sygmund: Ja, das möchte ich schon sagen.

Hospiz-Gedenkstelle im Eingangsbereich der CS Caritas Socialis Pramergasse
Im Eingangsbereich der CS Pramergasse steht eine kleine Gedenkstätte, die an die Verstorbenen erinnern soll. © Sanna Hätönen

Grenzgänge: Wie sollten wir als Gesellschaft über Sterben und diese letzte Grenze denken? Was können wir von ihr lernen?

Sygmund: Wir könnten vielleicht einmal mit Zuhören anfangen. Wenn ich zum Beispiel von meiner Arbeit erzähle, habe ich bei Laien das Gefühl, sie wollen nicht zuhören, sondern ihr Bild von der Sterbeschwester behalten. Es ist manchmal etwas schwierig, den Leuten klarzumachen, was eigentlich unsere Arbeit ist, weil sie dieses vorurteilsbehaftete Bild haben, dieses Stigma von den Hospizen. Und ohne Ehrenamtliche wären wir nicht komplett, also ich würde es jedem empfehlen, der sich dazu imstande fühlt, einmal auszuprobieren, im Hospiz zu arbeiten, um ein Gespür zu bekommen, wie das Leben in einem Hospiz ist. Und ich sage bewusst Leben, weil es ist ein Leben hier, kein Sterben.

Grenzgänge: Vielen Dank für das Gespräch.

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